Wasser ist Leben

Trinkwasser

«Wasser wird Euch lange vor dem Strom ausgehen!»

… warnte uns Thomas vom Pneuhaus.

Und ja, genau so ist es. Wasser ist eigentlich immer knapp … einerseits, weil wir auf das Gesamtgewicht unseres Campers achten möchten und so den Tank nie ganz füllen, und anderseits, weil wir versuchen, nur reines Trinkwasser zu tanken – was in gewissen Gegenden nicht ganz einfach ist.

Silber gegen Keime

Zur Haltbarmachung unseres Wassers haben wir eine Silbernetz mit einem Stück Angelschnur in den Wassertank gehängt. Das Silber soll die Keimbildung verhindern.

Besser vorbeugen

Wie immer, ist natürlich auch hier Vorbeugen besser als im Nachhinein reinigen zu müssen. Daher versuchen wir wenn immer möglich Wasser in Trinkwasser-Qualität zu tanken. Da wir aber auch in Gegenden reisen, wo es nicht so einfach ist, an Trinkwasser zu kommen, haben wir uns für Alb Filter entschieden. Und was wir erst nachher gemerkt haben: Mit Alb Filter bräuchte es wahrscheinlich kein Silber mehr.

Alb Filter

Bei Alb Filter gibt es drei Filtertypen mit verschiedenen Eigenschaften (Quelle:
https://alb-filter.com/pages/camping-wasserfilter-pro-camper-set, 24.11.25)


ProtectActiveNano
Grobe Partikel, SedimentJaJaJa
Geruch, Geschmack, Trübungen, ChlorJa
Schwermetalle, PestizideJa
ArzneimittelrückständeJa
Mikroplastik, AsbestfasernJaJa
Keime und BakterienJa
Kalkreduktion
Durchfluss (bei 3 bar Wasserdruck)~20 l/min~7 l/min~11 l/min
WechselintervallBei Bedarf4 Monate6 Monate

Befüll- und Einbau-Filter

Gemäss Alb Filter ist die optimale Trinkwasseraufbereitung im Wohnmobil die Kombination von Befüll- und Einbaufilter. Um die groben Teile herauszufiltern und somit die Wasserpumpe zu schonen, nutzt man «Protect» und «Active» als Befüll-Filter im Schlauch vor dem Wassertank.

«Nano» baut man nach der Pumpe ein, um reinstes Trinkwasser in den Leitungen zu haben. Filter filtern aber nicht ewig und müssen früher oder später ersetzt werden. Daher haben wir den Nano-Filter in der Küche im kalten Wasser eingebaut. Alles Wasser im Bad und auch das warme Wasser in der Küche ist somit nicht «Nano»-gefiltert. Damit hoffen wir, den Nano-Filter nicht so schnell ersetzen zu müssen.

Die Nachteile dieses Systems

Man kann den Tank nur mit dem Schlauch befüllen, damit das Wasser «Protect» und «Active» gefiltert wird. «Active» lässt aber nicht so viel Wasser durch: Es braucht einen relativ hohen Wasserdruck. Diesen Druck müssen die verschiedenen Komponenten aushalten können (Wasserleitung, Wasserhahn, Adapter, Wasserdieb, Schlauch …), was nicht immer gegeben ist.

Ab und zu mussten wir also unseren Tank mit Flaschen füllen. Diese füllten wir nur an Brunnen, die stetig Wasser führten. Dadurch (hoffen wir) gibt es kaum Partikel im Wasser, die der Pumpe schaden könnten.

Schlauch

Wir haben uns für einen flexiblen Wasserschlauch mit Gardena-Anschlüssen entschieden. Dieser ist leicht, braucht wenig Platz und wächst mit steigendem Wasserdruck bis 25 m Länge.

Schlauch-Adapter

Auf unseren Reisen haben wir viele Wasserbrunnen mit unterschiedlichsten Anschlüssen gefunden: 1-Zoll-Gewinde, 1/2-Zoll-Gewinde, 3/8-Zoll-Gewinde, Gardena-Kupplung, Röhren diverser Durchmesser ohne Gewinde, und fix montierte Schläuche.

Unser Wasserdieb war uns schon oft eine gute Hilfe, auch an einem Schlauch. Und mit etwas WD-40 lässt er sich auch gut anziehen und lösen .

Wasser für Jara

Jara trinkt aus jeder Pfütze, jedem Bach, jedem See und verschmäht unser wunderbar gereinigtes, keimfreies Wasser. Daher füllen wir ihre Wasserflasche an stetig fliessenden Brunnen, ohne es noch weiter zu reinigen. Sie verträgt es gut.

Warmwasser

Warmes und heisses Wasser brauchen wir zum Kochen und Duschen. Damit wir weniger Gas brauchen, haben wir einen 12V-Wasserkocher und eine Diesel-Standheizung mit integriertem Boiler für heisses Brauchwasser. Nicht nur der Wasserkocher braucht Strom, sondern auch die Standheizung (um den Diesel vorzuwärmen). Strom haben wir aber genug und Diesel kriegt man fast überall (im Gegensatz zu Gas).

Abwasser

Auch bei uns gibt es Abwasser. Dusche, Lavabo und Küchentrog füllen alle den Grauwassertank. Und da im Camper keine Siphons verbaut sind (das haben wir auch erst herausfinden müssen ), kann sich ein ziemlich deftiger Gestank im Camper entwickeln. So reinigen wir unser Geschirr vor dem Abwasch erst mit Brot (wenn’s geschmacklich passt) oder mit etwas Haushaltspapier, um möglichst wenig Essensreste im Abwasser zu haben. Zudem stecken wir immer auf jeden Abfluss einen Stöpsel, leeren den Grauwassertank bei jeder Gelegenheit und werfen zwischendurch ein Kukident hinein. Das hilft! Danke für den Tipp, Peter von Käser-Camping!


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