unerhört vielfältig

Vom 13.09.25 bis am 12.10.25 reisten wir von Italien nach Bosnien und Herzgowina und erlebten die vielfältigsten Landschaften.

natürlich wild

Ein Muss für alle Naturliebhaber ist der Tagliamento, der einzige Alpenfluss, der im Unterlauf noch kaum verbaut ist und das klare Wasser so richtig Platz hat und immer wieder neue Wege suchen kann.

anstrengend intensiv

Manchmal wird es auf den wenigen Quadratmetern im Camper richtig eng, wir geraten aneinander, stehen uns im Weg, sind gereizt. Alles dauert viel länger, alles muss ausdiskutiert werden. Und Jara hält uns den Spiegel vor, verkriecht sich, macht nicht mit, zeigt Stress.

Aus dem Tagebuch (Tag 32): So kommen wir dann erst nach 12:00 Uhr los und fahren ein paar Stunden, kaufen Kühlflüssigkeit und machen eine Wasch- und Einkaufspause. Also eigentlich ich … während Myri versucht, mit Jara zur Ruhe zu kommen. Abends, am P4N-Stellplatz, treffen wir ein Pärchen mit slowenischen Wurzeln, das in Thun wohnt. Kleine Welt.

grenzenlos schön

Aus dem Tagebuch (Tag 34): Slowenien! Über einen wilden Pass, durch Schluchten und Wälder, ohne Verkehr, ohne Grenzkontrolle. Tagliamento hinter uns gelassen, durch Italien bei fast 30° … jetzt sind’s knapp 18°, in den Bergen, beim türkisfarbenen Fluss, auf einem sehr friedlichen Zeltplatz: für Jara wieder viel Stress, laute Stimmen, knallende Autotüren, knisternde Feuer … Mir gefällt es hier.

Am nächsten Tag goss es in Strömen.

vielfältig überraschend

Auch die Grenze zu Kroatien war offen, ein Land, das uns überrascht hat.

Aus dem Tagebuch (Tag 40): Früh auf die Fähre. Ticket online gelöst. Wir waren an der 3. Position in der Schlange. Definitiv nicht mehr Hochsaison. Life on mars trail und Strand angeguckt, mit baden und schwimmen. Früchte an der Strasse gekauft zum Touristenpreis . Danach zum Zeltplatz, mit langer Diskussion zum weiteren Reisen, was wir ändern könnten … Zum Sonnenuntergang geh‘ ich im Meer schwimmen und muss grinsen: aufgereiht auf der Brandungsmauer sitzen mehrere Pärchen, eng beieinander, gucken in die rot glühende Sonne, ein Glas Wein in der Hand. Romantisch-witzig. Und den Stellplatz haben wir innerhalb des Zeltplatzes noch gewechselt, auf einen Level ohne Nachbarn, ohne Strom. Dafür ruhig für Jara. Trotzdem in der Nacht x-mal raus. Wie geht es ihrer Blase wohl?

legendär verliebt

Die 109 Meter lange Brücke «Kudin Most» quert den Fluss Krupa mit 12 Bögen und war einmal eine wichtige Verbindung zwischen den beiden Dörfern Golubić und Žegar. Die Legende spricht von einer grossen Liebe zwischen zwei Menschen aus diesen sich gegenüberliegenden Dörfern und dass der Jüngling die Brücke baute, um mit der Hochzeitsgesellschaft seine Liebste abholen zu können.

Und legendär verliebt sind wir in Jara: Sie macht das erste Mal von sich aus Künststücke in freier Natur – im Tausch gegen Goodies.

gruselig nervös

Aus dem Tagebuch (Tag 42): Jara haut beim Zmorge ab. Mich macht es noch immer nervös, wenn Myri sie frei laufen lässt. Heute verschwindet Jara im Busch und jault plötzlich. Schlangenbiss? Wir wissen es nicht. Jedenfalls kommt sie dann doch wieder, als wir sie suchen gehen. Sehen kann man sie ja nicht. Sie kann sich gut verstecken, ist super getarnt.

… Wir fahren noch zu einem trockenen Bach mit verfallener Mühle. Und dann zum Drachenauge (Cetina Quelle). Leider ist schwimmen darin nicht mehr erlaubt. Im Vgl. zu den tollen Bächen und Wasserfällen ist’s nicht sehenswert, ausser vielleicht direkt von oben. Weil es so bodenlos tief ist.

… Und vielleicht ist der Besuch lohnenswert, weil man von einer Nachbarin vielleicht zwei Birnen geschenkt kriegt – auch wenn man kein Wort kroatisch versteht.

… Übernachtung am Stausee. Das Wasser ist angenehm warm zum Schwimmen. Der Stellplatz ist etwas gruselig.

… Geräusche im Busch machen Myri nervös. Wildschweine? Ob Jara Pipi gemacht hat, wissen wir nicht.

faulig stinkend

Und wenn Englisch für dich und die Drogistin nur die zweite Sprache ist, dann hilft eine Geschichte von den dritten Zähnen deiner Grossmutter, um Kukident zu kriegen. Danke Peter Käser (Käser Camping), für den Kukident-Tipp und wie wir den Grauwassertank reinigen und den unangenehmen Geruch loswerden können.

ausgiebig bezaubernd

In Bosnien-Herzegowina sind wir länger geblieben als geplant. Die Pferde, die Landschaft, die Gastfreundschaft – einfach unbeschreiblich.
Aus dem Tagebuch (Tag 57): 24 Stunden im Bett, es ist mir schlecht, ich bin schwach, einen Tag lang geschlafen. Ich finde heraus, dass wenn ich einem Schmerz mit einem Stöhnen, Winseln, Schnaufen antworte, dass er dann verschwindet. ZB habe ich mit einbeinigen Kniebeugen mein linkes Bein überbelastet, Miniskus?, und es zwickt jetzt zwischendurch … bis ich den Schmerz wegwinsle.

Kennzahlen 2. Monat

Diese 30 Tage verbrachten wir in vier Ländern (Italien, Slowenien, Kroatien und Bosnien und Herzgowina) und gaben dabei rund 2’100 EURO aus. Wieder am meisten für «Essen» (inkl. Hundefutter ). Wir haben für rund 368 Euro 253 Liter Diesel getankt, zudem war das erste Mal AdBlue fällig. In diesem Monat bezahlten wir etwas mehr für Übernachtungen, wohl auch weil wir uns ein BnB leisteten. Neu in diesem Monat: Wir kauften uns Schuhe, wuschen Kleider im öffentlichen Waschsalon, fuhren Fähre, brauchten ein Internetabo und bezahlten Geld für Sehenswürdigkeiten (Kudin Most und Tito’s Bunker). Und die Busse aus Frankreich gehört eigentlich in den ersten Monat

FISLOHRBIHTotal
Essen61136209269675
Sclafen145129350625
Diesel1146467123368
Kleider30767104
Maut4216462
Sehenswürdigkeit64248
Busse4545
Internet4040
Fähre4040
AdBlue3535
Total452474044518952’041
Alle Angaben in EURO. F = Frankreich, I = Italien, SLO = Slowenien, HR = Kroatien, BIH = Bosnien und Herzegowina.

30 Übernachtungen:

AnzahlLand
«wild»15div
Zeltplatz11SLO, HR, BIH
BnB4BIH
SLO = Slowenien, HR = Kroatien, BIH = Bosnien und Herzegowina.

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