Griechischer 7. Monat

13. Feb. bis 12. März 2026, Tag 185 bis 212

Anfang des 7. Monats waren wir noch ein paar Tage am Haus-Hund-und-Katzen-hüten, schliefen dann noch einmal «wild», um dann die stürmische Insel Kythera am 19. März mit einem Tag «Verspätung» in Richtung Festland zu verlassen.

Da wir erst abends ankamen und noch einkaufen mussten, schliefen wir in der Nähe von Gythion in einem Olivenhain. Danach ging’s weiter Richtung Westen und dann in den Norden in die Hundeauffangstation des Vereins «Stray Paws of Pyrgos».

Feuer

Aus dem Tagebuch (Tag 186): Valentinstag. Und ich nerve mich wieder ab allem möglichen, habe keine Nerven für Jara, oder für Myri. Ich brauche eine Pause, Zeit für mich, alleine sein. Wie mache ich das? Während der Reise?

Es ist sehr eindrücklich und traurig, was das Feuer erst kürzlich auf Kythera angerichtet hat. Wirklich viel Fläche abgebrannt. Und Geld vom Staat hätte es nur zur Strassensanierung gegeben. Nichts für die Natur / Bäume. Heute wanderten wir fast zum magic green pool. Leider ist’s mit Jara nicht bis zum Ende machbar: viel zu steil.

Unfall

Aus dem Tagebuch (Tag 192): Heute sind wir eher spät vom Stellplatz bei Gythion los gefahren, an die Westküste in das Touristendorf Limeni, wo ev. zum Glück das Restaurant zu war. So ging’s weiter zum nächsten Dorf. Und dort gab’s feinen Zmittag. Dann weiter zu den Karsthöhlen. Doch es hat zu viel Wasser und man kann nicht mit den Booten rein. Vielleicht ist es morgen besser. Und Myri? Myri übertrampte beide Füsse beim Aussteigen aus dem Camper. Links ist’s richtig schlimm. Zum Glück kann sie noch auf den rechten Fuss abstehen. Und zum Glück haben wir Wanderstöcke dabei. Wie unsere Reise wohl weiter geht? Wir sind nahe am tobenden, lauten Meer. Es windet, man sieht Sterne. Zum Glück regnet es nicht mehr.

Tod

In Vathia werden die Toten nach drei Jahren exhumiert, ihre Knochen gewaschen und im Beinhaus aufbewahrt. Komischer Brauch. Für mich.

Spital

Am 24. Februar lassen wir Myri’s Fuss röntgen: zum Glück nicht gebrochen! Für Konsultation und Röntgen bezahlen wir 6.82 EURO und wir kriegen sogar eine CD mit den Bildern.

Unterwelt

Die Tropfsteinhöhlen von Diros sind speziell, denn man fährt mit dem Boot hinein. Doch weil es in den letzten Tagen so viel geregnet hatte, mussten wir dauernd die Köpfe einziehen. Die Bootsfahrt lohnt sich nicht wirklich, da man keine Zeit hat, etwas genau anzuschauen und der Bootsführer unsere Sprache schlecht spricht. Er erzählt einfach das, was man auf der Webseite nachlesen kann. Der zweite Teil der Höhle, den man zu Fuss anschauen kann, ist umso eindrücklicher, auch wenn man schon andere Tropfsteinhöhlen gesehen hat.

Untergang

Aus dem Tagebuch (Tag 198): Ein Erledigungs-Tag … ohne Waschen, noch nicht nötig 😉 Und ein wunderschöner Sonnenuntergang, vom Berg herab aufs Meer. Es ist ruhig. Jara und uns freut’s.

Unwetter

Polylimnio Wasserfälle: Die winterlichen Unwetter haben auch hier gewütet: keine einzige Brücke über den Bach steht noch. Man kommt also nicht wirklich weit und kann nicht alle Becken und Wasserfälle besuchen. Und doch ist es ein faszinierendes Schauspiel, wie das Wasser seinen Weg findet.

Geister

Aus dem Tagebuch (Tag 206): In der Nacht gehen wir ein Chamäleon fotografieren. Und am Morgen gleich nochmals. Es ist noch da! Wir hatten Angst, es zu stark gestört zu haben. Es bewegt sich so lustig und seine Pfoten sind wie Ofenhandschuhe.

Jara hat Freude am Strand. Entsprechend sind Camper und Bett voll mit Sand. Am späteren Morgen gehe ich los, wandere über den Burghügel mit grosser Ruine zum hufeisenförmigen Strand rüber, wo wir gestern waren. Blumen blühen, Wildbienen füllen ihre Höhlen, Käfer fressen sich satt und in der Lagune warnen sich Flamingos krächzend vor mir. Myri blieb im Camper mit kaputtem Fuss und Kopfschmerzen. Zum Znacht mache ich stir fry mit Reisnudeln. Und dann gehen wir nochmals Chamäleons suchen. Wir finden drei. Zwei wieder etwa am selben Ort wie gestern. Haben Chamäleons Reviere? Ja, haben sie!

Exodus

Aus dem Tagebuch (Tag 208): Am Morgen mit Jara und Myri am Strand entlang, relativ weit mit den Stöcken!
Etwas Handwäsche gemacht, Abfall gesammelt … und dann fuhr plötzlich ein Camper nach dem anderen los. Exodus. Das war gruselig. Und auf P4N stand später, dass die Polizei vorbei gekommen sei. Wir hatten keine Ahnung. Wir fuhren dann auch ab, kauften noch etwas Essen und trafen am neuen Ort wieder den Strassenhändler, der hier alle Strände mit Oliven, Öl, Wein, Nüssen etc. bedient. Diesmal kauften wir Olivenöl und Nüsse.

Hoffnung

Am 10. März besuchten wir das erste Mal die Hundeauffangstation des Vereins Stray Paws of Pyrgos, halfen mit, wo wir konnten und produzierten viel Foto- und Filmmaterial. Was wir da alles erlebt haben, beschreiben wir in einem separaten Beitrag.

Kennzahlen 7. Monat

Essen und Diesel (rund 125 Liter) sind wieder oben auf der Liste. «Schlafen» erscheint gar nicht, weil wir erst noch Haus und Tiere hüteten und dann immer im Camper schliefen. Die Ausgaben für Myri’s Unfall sind nicht aufgeführt, weil sie (hoffentlich) von der Versicherung bezahlt werden. Dafür haben wir einen Nierengurt, einen (!) Liter Motorenöl und eine Flasche Gas inkl. Feuerzeug gekauft. Der Besuch der Unterwelt kostete uns 24 Euro.

Griechenland
Essen699
Diesel201
Fähre87
Nierengurt32
Sehenswürdigkeit24
Motorenöl23
Gas14
Total1’080
Angaben in Euro

28 Übernachtungen

Anzahl
home sitting5
«wild»23

Viele weitere Fotos von Griechenland findest du im Portfolio.


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