Herbst

Vom 13.10.25 bis am 12.11.25 reisten wir von Bosnien und Herzgowina an Bulgarien’s Küste, begleitet von unbeschreiblich umwerfenden Herbsfarben. Auf unserer Reise mieden wir den Kosovo, da der Grenzverlauf zu Serbien noch nicht definiert ist (daher fehlt auch die Grenze auf der Karte unten …) und es in dieser Region Unruhen geben könnte, gemäss EDA.

Willkommen

Den montenegrinischen Zöllner werde ich nicht so schnell vergessen:

«I am a police officer, and if I want to see your documents, you have to give me your documents. This is a different country.»

Willkommen in Montenegro!

In Montenegro begegneten wir den unterschiedlichsten Menschen: von rauh und abweisend bis herzerwärmend und interessiert. Zum Beispiel mieteten wir uns beim Lovćen Nationalpark ein Häuschen und hatten zum Besitzer nur via Whatsapp Kontakt – genau dreimal.

Dagegen lud uns der örtliche Metzger in der Kneipe nebenan zu einem Glas Wein ein. Er habe eine Tochter in der Schweiz und kenne Basel und Ebnat-Kappel … Ebnat-Kappel?!?

Wolken

Klöster

In diesem Monat trafen wir in fast jedem Land auf Spuren der orthodoxen Kirche – sowohl sehr alte als auch ganz frische Spuren.

Aus dem Tagebuch (Tag 70): Vom Kloster Ostrog wieder herunter an einen Fluss. Und da hat’s sogar eine Tafel, dass Camper doch für den Strassenhund etwas Futter da lassen sollen …
Unterwegs: die schönsten Herbstfarben. So bunt sind diese Laubwälder, unvorstellbar (und fotografisch kaum fassbar)!
Und Jara hat wieder eine schwierige Phase, nach den Schüssen und dem Türenknallen, kommt sie kaum noch aus dem Camper raus. Ich versuche zu helfen, was z.T. etwas grob ist. Doch grundsätzlich passt mir das Reisen so. Ich schaue besser auf mich und was ich grad brauche.

Quellen

Aus dem Tagebuch (Tag 72:) Prokletije Nationalpark! Eine grosse Quelle besucht (Ali-Pasha’s Springs), und zum Oko Skakavice ‚The Eye‘ … so blau! Und daneben die Herbstfarben … Wieder wunderbares Wetter, abends regnerisch. Beitrag Josanica BnB geschrieben.

Und in der Nacht verwandelte sich unsere Strasse in einen Bach und Wasser sprudelte aus der Wiese …

Mafia

Eine verwirrende Begegnung: nach einer Wanderung ins Grebaje-Tal gingen wir essen. Wir hatten reserviert, waren die einzigen Gäste. Der Wirt erwartete und bekochte uns. Das Essen war sehr gut, doch kurz nachdem wir die Gabeln niedergelegt hatten, flatterte die Rechnung auf den Tisch. Dessert hätten sie keinen und sie würden jetzt dicht machen und schliessen. Punkt. Irgendwie verständlich in der Nebensaison. Wir verliessen das Restaurant. Draussen warteten rauchend vier Männer, grüssten uns höflich und … gingen die Treppe hoch ins Restaurant. Etwas baff beobachteten wir wie der Wirt seine Jacke wieder auszog und die neuen Gäste zu bedienen begann. Holt sich die Mafia ihre Kohle?

Mäander

#IgnoreGoogleMaps und lies einfach die Beschreibung in Park4Night oder schau‘ auf die Strasse! Nach einer etwas rumpeligen Fahrt erreichten wir den eindrücklichen Mäander-Stausee in Serbien doch noch. Da stieg aus einem Auto eine serbische Familie mit fünf Kindern. Wo die Sieben alle Platz finden in dem Auto? Der Vater bemerkte unsere Autonummer und lud uns spontan zu sich nach Hause, auf seine Baustelle in Sjenica ein, wo wir ein paar Stunden lachend und plaudernd in der riesigen Rohbau-Garage verbrachten. Die Familie zog erst kürzlich aus Deutschland zurück nach Serbien, wobei er noch immer sein Logistikunternehmen in Deutschland unterhält. Serbien sei halt einfach viel schöner, freundlicher, habe noch mehr Natur und Freiheit.

Pyramiden

Aus dem Tagebuch (Tag 86): Über den Acker gesprungen. Durch kleine Dörfer gefahrenen, mit flachen Weinbergen. Alle haben Trauben ums Haus, Lauben über dem Trottoir.
Pyramiden von Stob: eindrücklich. Vier ängstliche Strassenhunde. Mind. drei Kaffeeautomaten. WC, Info, Restaurant geschlossen. Ein Mann hilft uns beim Wasser tanken. Wir schaffen es trotzdem nicht. Der Wasserdieb klemmt zu wenig. Der Alb Filter ist ein zu grosser Widerstand. Stellplatz zwischen verlassenen Häusern. Gruselig. Myri hat Winter, kocht uns Speckdatteln und Pilzreis. Resten. Wir haben kaum noch Wasser.

Villa

Aus dem Tagebuch (Tag 90): Vom grossen See in die Villa. Wir haben sehr schräg geschlafen: Nase oben. Und morgens war es noch regnerisch. Einige Fischer waren am und auf dem grossen Stausee. Wir gingen spazieren, springen und auch noch Drohne fliegen. Dann weiter in Richtung Burgas. Autobahn. Zum See mit den Flamingos. Wir haben Glück. Wie viele sind es wohl? Lidl: Megaeinkauf. Dann in die Villa. So schön, dass wir uns das leisten können! Und ich habe den Bären-Beitrag geschrieben.

Sand

Kennzahlen 3. Monat

Diese 31 Tage verbrachten wir in vier Ländern (Bosnien und Herzgowina, Montenegro, Serbien und Bulgarien). Dabei gaben wir rund 2’125 EURO aus. Diesmal leisteten wir uns mehr Übernachtungskomfort (Montenegro und Bulgarien) und waren häufiger auswärts essen. Immerhin war in diesem Monat ja auch noch mein Geburtstag .

Für 190 Liter Diesel gaben wir rund 252 EURO aus. Zusammengefasst unter «Kleider» sind «waschen im Waschsalon» und das T-Shirt und Käppchen vom Bärenwald. Eintritt bezahlten wir in Nationalparks, Kloster und Bärenwald.

BIHMNESRBBGTotal
Schlafen373532905
Essen29463109189790
Diesel22120109252
Kleider313061
Sehenswürdigkeit262349
Maut6161839
Internet17219
Fähre1111
Total5110161569022125
Alle Angaben in EURO. BG = Bulgarien, BIH = Bosnien und Herzegowina, MNE = Montenegro, SRB = Serbien

31 Übernachtungen:

AnzahlLand
«wild»20div
Häuschen, Villa11BG, MNE
BG = Bulgarien, MNE = Montenegro

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